3. Filmen & Technik
Filmen ohne
Profi-Setup.
Für gute Videos brauchst du keine teure Kamera. Am Anfang zählen vor allem Inhalt, Ton, Licht und Bildausschnitt.
Die wichtigste Grundregel
Warte nicht auf perfektes Equipment, ein halbwegs aktuelles Smartphone reicht am Anfang völlig aus.
Starte einfach und verbessere nach und nach das, was deine Videos wirklich besser macht.
Was wirklich zählt
Auf diese vier Punkte solltest du zuerst achten, bevor du über neues Equipment nachdenkst.
Inhalt
Was willst du sagen? Ein klares Video braucht zuerst eine klare Aussage.
Ton
Wenn man dich schlecht versteht, ist das Video schnell unbrauchbar.
Licht
Gutes Licht macht Handyvideos sofort sauberer. Oft reicht Tageslicht völlig aus.
Bildausschnitt
Ein ruhiger Bildaufbau wirkt professioneller als eine teure Kamera mit schlechtem Ausschnitt.
Ton ist draußen besonders wichtig
Zuhause oder bei kurzen, ruhigen Aufnahmen draußen reicht oft das Handy-Mikro. Für Outreach, Interviews, Straßenaktionen oder Gespräche draußen brauchst du fast immer ein gutes Mikrofon. Sehr günstige Mikros klingen oft sogar schlechter als der Handyton. Achte außerdem auf Wind: Ein Windschutz oder eine geschützte Stelle hilft oft mehr als teures Zubehör.
Format und Bildausschnitt
Entscheide zuerst, wofür du filmst. Für TikTok, Reels und Shorts ist meistens Hochformat sinnvoll. Für längere Videos, Dokus oder Website-Material kann Querformat besser passen.
Hochformat
Gut für Reels, TikToks und Shorts. Geh lieber näher ran, damit Gesichtsausdrücke, Reaktionen und Emotionen sichtbar werden.
- Gesichter leicht oberhalb der Bildmitte platzieren.
- Möglichst auf Brusthöhe oder Augenhöhe filmen.
- Bei Gesprächen kann eine Über-die-Schulter-Aufnahme stark wirken.
- Bildausschnitt während des Filmens aktiv kontrollieren.
Querformat
Gut, wenn du eine Situation dokumentieren, mehrere Personen zeigen oder Material später auch außerhalb von Reels nutzen willst.
- Gesichter leicht oberhalb der Bildmitte halten.
- Personen nicht ungünstig abschneiden.
- Bei stehenden Personen oft bis leicht oberhalb der Knie filmen.
- Nicht stark von oben herab filmen.
Licht einfach verstanden
Am Anfang reicht Tageslicht völlig aus. Entscheidend ist, dass es auf dein Gesicht fällt und du nicht gegen eine helle Lichtquelle filmst.
Gut: Licht auf die Person
Sonne oder Fensterlicht kommen von vorne. Die Kamera steht auf der helleren Seite und filmt die Person gut ausgeleuchtet.
Schlecht: Gegenlicht
Die Sonne ist hinter der Person. Die Kamera filmt gegen das Licht. Dadurch wird das Gesicht oft dunkel und der Hintergrund zu hell.
Drinnen filmen
Stelle dich tagsüber möglichst so hin, dass Tageslicht vom Fenster auf dein Gesicht fällt. Die Kamera sollte nicht gegen das helle Fenster filmen.
Wenn du regelmäßig zuhause filmst, kann sich später eine Softbox lohnen.
Draußen filmen
Draußen ist Licht oft gut, aber direkte Mittagssonne kann hart aussehen. Bewölkter Himmel oder leichter Schatten kann für Gesichter sogar besser sein.
Achte darauf, dass Gesichter hell genug sind und nicht im Schatten verschwinden.
Was lohnt sich wann?
Equipment kann helfen, aber nur, wenn es ein echtes Problem löst. Diese Übersicht zeigt dir, was meistens sinnvoll ist und was du dir am Anfang sparen kannst.
Von uns erprobte Empfehlungen
Diese Produkte sind keine Pflichtkäufe. Wir nennen sie, weil wir sie selbst nutzen oder erprobt haben und sie für diesen Zweck sinnvoll finden. Informiere dich trotzdem selbst, vergleiche aktuelle Preise und schau auch auf anderen Websites, ob du die Produkte günstiger bekommst.
Typische Drehsituationen
Je nachdem, wo du filmst, sind andere Dinge wichtig. Zuhause ist Licht oft das Hauptthema. Draußen und bei Outreach ist Ton meistens entscheidend.
Zuhause filmen
Smartphone, Tageslicht und ein ruhiger Hintergrund reichen oft aus. Stell dein Handy stabil auf und mache vor dem Dreh eine kurze Testaufnahme.
Achte darauf, dass dein Gesicht hell genug ist und der Hintergrund nicht ablenkt.
Draußen sprechen
Wenn du draußen nur kurz in die Kamera sprichst und es ruhig ist, kann Handyton noch reichen. Bei Wind, Verkehr oder Abstand zur Kamera wird es schnell schwierig.
Für regelmäßige Außenaufnahmen ist ein gutes Funkmikro oft die sinnvollste erste Investition.
Outreach filmen
Wenn man die Personen später nicht versteht, ist die Aufnahme kaum nutzbar. Der Ton hat hier deshalb Vorrang.
Plane möglichst eine Kameraperson ein, prüfe Ton und Bild vorher und achte darauf, Menschen nicht unfair bloßzustellen.
Demos & Aktionen
Filme nicht nur endlos lange Clips. Besser sind mehrere kurze Aufnahmen: Menschen, Schilder, Bewegung, Details, Stimmung und klare Situationen.
Prüfe vorher Akku, Speicher und Powerbank. Sonst scheitert gutes Material an Kleinigkeiten. Bei Kälte oder Regen: Akkus leeren sich draußen deutlich schneller, halte Handy und Powerbank möglichst warm am Körper und schütze Anschlüsse und Mikrofon mit einer Hülle oder einem Beutel vor Nässe.
Outreach-Checkliste zum Abhaken
Diese Liste kannst du direkt auf der Website abhaken oder mit einem Klick kopieren und in deine Notizen-App, Erinnerungen, Google Keep oder Notion einfügen.
Vor dem Outreach
Hast du an alles gedacht?
Vor dem Losgehen
Vor der Aufnahme
Während des Filmens
Nach dem Dreh
Was du am Anfang nicht brauchst
Zu viel Technik kann dich bremsen. Wenn du mehr Zeit mit Setup, Kabeln und Einstellungen verbringst als mit Inhalten, läuft etwas falsch.
Teure Kamera
Meistens unnötig, solange du mit dem Handy noch nicht an echte Grenzen kommst.
Gimbal & Extras
Zusätzliche Gadgets wirken professionell, machen den Einstieg aber oft komplizierter statt besser.
Profi-Setup
Große Softboxen, Greenscreen, mehrere Kameras und viel Zubehör sind später optional, aber kein sinnvoller Startpunkt.
Perfektionismus
Für dein erstes Video reicht es, wenn es verständlich ist und du es veröffentlichst.